Ratgeber
Eine Kräuterspirale aus Natursteinen bauen.
Eine Kräuterspirale aus Natursteinen schafft auf kleiner Fläche mehrere Zonen: oben trocken-mediterran für Rosmarin und Thymian, unten feucht für Schnittlauch und Petersilie. Mit Drainage und passender Bepflanzung gelingt sie. So bauen Sie sie auf.
Der richtige Standort.
Die Kräuterspirale sieht wunderschön aus, wenn verschiedene Kräuter in den unterschiedlichen Abschnitten wachsen. Damit das Ganze auch funktioniert, ist der richtige Standort wichtig. Die meisten Kräuter lieben die Sonne. Suchen Sie einen sonnigen Standort, der leicht zu erreichen ist. Die Kräuterspirale sollte so gebaut sein, dass sich der tiefste Punkt in Richtung Süden öffnet und die Pflanzen mit viel Sonnenlicht versorgt werden. Ein windgeschützter Standort ist optimal. Ein Ort unter Bäumen wäre zum Beispiel kontraproduktiv.
Materialien für die Kräuterspirale.
Die typische Kräuterspirale hat eine Höhe von rund 80 Zentimetern und dabei einen Durchmesser zwischen zwei und drei Meter. Das entspricht einer Gesamtfläche von etwa sieben Quadratmeter. So haben Sie genügend Platz, um bis zu 15 verschiedene Kräuter anzupflanzen - ein Fest für jeden Hobbykoch.
Sie können die Kräuterspirale aus verschiedenen Steinen bauen, zum Beispiel Sandstein, oder Pflastersteine. Besonders schön: Bei der Spirale bauen Sie im Prinzip eine gewundene Trockenmauer mit vielen Fugen, in denen Nützlinge einen Lebensraum finden. Die Steine speichern am Tag die Wärme der Sonne und geben sie bis in die Nacht an die Pflanzen ab. Mit flachen Polsterstauden bepflanzt fühlen sich auch Fluginsekten wie Bienen pudelwohl.
Am Fuß der Spirale wird häufig ein Miniteich gebaut. Er sorgt dafür, dass die Kräuter im untersten Pflanzabschnitt immer mit genügend Feuchtigkeit versorgt sind. Sofern Sie sehr wenig Platz haben, aber nicht auf die Spirale verzichten möchten, finden Sie im Online-Handel auch kleine Kräuterspiralen mit Durchmessern von nur 50 Zentimeter.
Aufbau einer Kräuterspirale.
Die Kräuterspirale gliedert sich in vier Klimazonen, die über verschiedene Bodenarten verfügen und unterschiedlich bepflanzt werden.
Die Wasserzone.
Sie befindet sich am Fuß der Kräuterspirale, direkt am Miniteich. Die hier ansiedelnden Pflanzen wie Brunnenkresse oder Wasserminze lieben es schattig und feucht.
Die Feuchtzone.
Etwas höher gelegen befindet sich in der Feuchtzone das nährstoffreiche, feuchte Substrat. Das bildet die optimale Grundlage für Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Kerbel oder Sauerampfer.
Die Normalzone.
Die Normalzone befindet sich im Halbschatten der Spirale und verfügt über eine normale Bodenbeschaffenheit. Hier finden zahlreiche Pflanzen wie Basilikum, Melisse, Oregano oder Kümmel ein Zuhause.
Die Trockenzone.
In der Spitze der Spirale ist es sonnig, windig und trocken. Der Boden hat eine sandige und nährstoffarme Struktur. Das lieben Kräuter wie zum Beispiel Majoran, Lavendel, Rosmarin und Thymian.
Kräuterspirale aus Natursteinen: Vorteile auf einen Blick
Eine Kräuterspirale aus Natursteinen ist nicht nur ein Blickfang im Garten, sondern auch eine der klügsten Lösungen für Hobbygärtner mit begrenztem Platz. Dank ihrer spiralförmigen Bauweise entsteht auf nur wenigen Quadratmetern ein echtes Kräuterparadies mit bis zu vier verschiedenen Klimazonen. So können Sie mediterrane Kräuter wie Rosmarin und Thymian gleichzeitig mit feuchtigkeitsliebenden Sorten wie Schnittlauch und Petersilie anbauen – alles in einem einzigen Beet.
Natursteine sind das ideale Material für eine Kräuterspirale: Sie speichern tagsüber die Sonnenwärme und geben diese nachts gleichmäßig an die Pflanzen ab.
Gleichzeitig bieten die Fugen zwischen den Steinen Lebensraum für Nützlinge wie Eidechsen, Wildbienen und andere Insekten. Die Kräuterspirale wird so zum wertvollen Biotop im eigenen Garten. Möchten Sie loslegen? Bei PALIGO finden Sie
hochwertige Natursteine und Pflastersteine für den Bau Ihrer Kräuterspirale – in verschiedenen Größen und Sorten, damit Ihr Projekt perfekt gelingt.
Eine Kräuterspirale bauen.
Eine Kräuterschnecke ist ein schönes Projekt für Hobbygärtner, was auch Kindern Spaß macht. Der Aufbau einer Kräuterspirale im Überblick:
- Legen Sie zunächst fest, wo die Kräuterspirale stehen soll, und markieren Sie die Fläche auf dem Boden.
- Achten Sie darauf, dass sich die Kräuterschnecke auf ebener Fläche befindet. Flächen am Hang sollten zunächst begradigt werden.
- Möchten Sie einen Gartenteich integrieren, heben Sie diesen am Fuß der Spirale aus, der sich nach Süden ausrichten sollte. 40 Zentimeter tief sollte er etwa sein.
- Füllen Sie nun die Fläche der Spirale mit einer 20 Zentimeter dicken Drainageschicht und verlegen eine erste Reihe großer Natursteine. Nun bauen Sie die Spirale Stein auf Stein in Form einer sich in die Höhe windenden Drehung auf und füllen diese jeweils mit Drainage und Erdreich auf. Das Zentrum hat am Ende eine Höhe von 80 Zentimeter. Große Steine kommen nach unten, kleinere nach oben!
- Die Steine sollten dabei leicht nach innen geneigt sein, damit die Spirale eine Stabilität erhält. Indem Sie etwas Erdreich zwischen die Steine geben, stabilisieren Sie den Aufbau zusätzlich.
- Im Mittelpunkt der Fläche, wo die Kräuterspirale an Höhe gewinnen muss, schütten Sie zunächst Bauschutt oder Kies auf und füllen erst danach mit Erdreich auf. Sie können auch den Aushub des kleinen Teiches nutzen, um die Spirale in der Mitte zu erhöhen. Rund 50 Zentimeter dick sollte die Drainageschicht in der Mitte der Spirale sein.
- Mischen Sie in den unteren Bereich der Kräuterspirale Erde mit Kompost, sodass sie besonders nährstoffreich ist. Im mittleren Abschnitt verwenden Sie übliche Pflanzenerde. Im oberen Bereich mischen Sie Sand unter die Erde, um einen kargen Boden zu erzeugen.
- Legen Sie den kleinen Teich mit Teichfolie aus. Beim Auskleiden sollten Sie darauf achten, dass das Erdreich der Spirale direkt an den Teich angrenzt, um konsequent mit Wasser versorgt zu werden.
TIPP´s in eigener Sache
Ihre Kräuterspirale ist fertig gebaut? Auch wenn Sie gerne gleich bepflanzen möchten, sollten Sie warten, bis es einige Male gut geregnet hat. Durch den Niederschlag setzt sich die Erde und bildet eine perfekte Basis zum Pflanzen. Eventuell müssen Sie sogar noch etwas Blumenerde nachfüllen.
FAQ
Besonders gut geeignet sind kalkhaltige Natursteine wie Muschelkalk, Sandstein, Weißjura oder Kalkstein. Sie speichern die Sonnenwärme tagsüber und geben sie nachts wieder an die Pflanzen ab. Viele Kräuter wachsen in der Nähe kalkhaltiger Steine besonders gut. Auch Pflastersteine aus Granit sind eine langlebige, robuste Option. Wichtig ist, dass die Steine keine scharfen Kanten haben und gut aufeinander gestapelt werden können – Mörtel ist nicht nötig, da die Kräuterspirale als Trockenmauer gebaut wird.
Eine klassische Kräuterspirale hat einen Durchmesser von zwei bis drei Metern und eine Höhe von etwa 80 Zentimetern. Das entspricht einer Gesamtfläche von rund sieben Quadratmetern und bietet Platz für bis zu 15 verschiedene Kräuterarten. Wer wenig Platz hat, kann auch eine Mini-Kräuterspirale mit einem Durchmesser von nur 50 Zentimetern anlegen – diese ist im Handel als Bausatz erhältlich. Generell gilt: Je größer die Spirale, desto mehr Klimazonen entstehen und desto vielfältiger kann sie bepflanzt werden.
Der ideale Zeitpunkt für den Bau einer Kräuterspirale ist das Frühjahr oder der frühe Herbst. Im Frühling können die Kräuter direkt nach dem Bau eingesetzt werden und wachsen schnell an. Im Herbst hat die Erde genügend Zeit, sich zu setzen und ein stabiles Bodenklima zu entwickeln. Wichtig ist, dass der Boden frostfrei und gut bearbeitbar ist. Achten Sie zudem darauf, nach dem Bau mit dem Bepflanzen zu warten, bis es einige Male geregnet hat – so setzt sich die Erde optimal und bildet eine stabile Basis.
In eine Kräuterspirale passen dank der vier Klimazonen sehr viele verschiedene Kräuterarten. In der Trockenzone oben gedeihen mediterrane Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Lavendel, Salbei und Majoran. In der Normalzone in der Mitte fühlen sich Basilikum, Melisse, Oregano und Kümmel wohl. In der Feuchtzone etwas tiefer wachsen Schnittlauch, Petersilie, Kerbel und Sauerampfer. Direkt am Fuß, in der Wasserzone neben dem Miniteich, siedeln sich Wasserminze und Brunnenkresse an. So entsteht ein vollständiger Kräutergarten auf kleinstem Raum.