Ratgeber

Ein Hochbeet aus Natursteinen.

Ein Hochbeet aus Natursteinen ist langlebig, stabil und ein echter Blickfang. Richtig befüllt – von grobem Schnittgut unten bis zu nährstoffreicher Erde oben – ermöglicht es rückenschonendes Gärtnern und höhere Erträge. So bauen Sie es richtig.

Image description not available

Erntefrisches Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten ist immer ein Hit. Wer sich mit den saisonalen Anbau- und Erntezeiten befasst, kann seinen Haushalt durch das Jahr hinweg mit frischen und gesunden Nahrungsmitteln versorgen. Möchten Sie Ihr Gemüse möglichst rückenschonend anbauen, empfiehlt sich ein Hochbeet.

Denn es bietet eine ideale Arbeithöhe. Wenn Sie für Ihr Hochbett Naturstein verwenden, legen Sie zudem den Grundstein für ein Bett, das viele Jahre mit sehr geringem Pflegeaufwand hält.

Ein Hochbeet aus Natursteine ist eine tolle und robuste Möglichkeit für Ihre Pflanzen, denn nicht nur Gemüse, auch Blumen, Obst und Früchte sowie leckere mediterrane Kräuter können leicht in das Hochbeet integriert werden. Für dieses nachhaltige Projekt können Sie verschiedene Natursteinsorten verwenden und große, kleine, runde oder eckige Hochbeete bauen, die zum Gesamtbild Ihres Gartens passen.

Image description not available

Welche Steine eignen sich für Hochbeete?

Bei der Wahl des richtigen Materials haben Sie die Qual der Wahl. Es kommen verschiedene Steine infrage, egal ob Granit, Sandstein oder Basalt. Pflastersteine oder Mauersteine, machen Sie sich vorher Gedanken, wie Sie das Hochbeet am besten in Ihren Garten einbetten möchten. Wir geben Ihnen ein paar Entscheidungshilfen mit auf den Weg.

Mauersteine.

Mauersteine eignen sich sehr gut, um ein Hochbeet aus einer Trockenmauer zu bauen. Das heißt, dass kein Fugenkleber oder Sonstiges verwendet wird. Dafür müssen die Steine richtig gelegt und gesetzt werden, sodass das Hochbeet auch den nötigen Halt hat.

Diese Natursteine können sehr gut für eckige Formen oder ein Hochbeet am Hanggarten genutzt werden. So können Sie unkompliziert die Steine setzen, ohne Sorge zu haben, dass sie verrutschen könnten.

Am besten eignen sich Steine aus Granit oder Sandstein. Die hellen Natursteine wirken nicht zu dominant und sehen in Verbindung mit Kräutern wunderschön aus. Auch wenn das Hochbeet neben der Terrasse steht, eignen sich diese Natursteine sehr gut. Sie wirken freundlich und können wunderbar mit einem hellen Terrassenuntergrund intrigiert werden.

Gabionen.

Auch mit Gabionen lässt sich ein Hochbeet bauen. Hier können Sie besonders kreativ werden, egal ob klein, groß, rund oder eckig mit einem Gabionenhochbeet können Sie wunderschöne Akzente schaffen und dieses wunderbar in Ihren Garten integrieren.

Bei Gabionen handelt es sich um Metallgitter, die mit kleinen Steinen oder Kies befüllt werden. Sie sind sehr stabil und in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Die Steine gibt es in verschiedenen Größen und Farben. Beispiel: Helle Gabionen, Steine passen gut zu Kräuterhochbeeten und setzen diese wunderbar in Szene.

Ein Gabionenhochbeet passt wirklich zu jedem Garten. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Das Hochbeet kann an Mauern und Treppen integriert werden oder frei im Garten stehen, – je nachdem, wie es Ihnen gefällt.

Tipp’s in eigener Sache.

Anstelle von Schotter und Sand lässt sich der Boden auch betonieren. Ein fester Unterbau bringt natürlich eine hohe Stabilität.

Image description not available

Aufbau des Hochbeetes.

Vorbereitung.

Damit Sie von Ihrem neuen Hochbeet aus Naturstein viel ernten können, benötigen Sie einen optimalen Standort. Das Beet sollte sich in einer Ausrichtung von Norden nach Süden erstrecken, damit die Pflanzen ein Maximum an Licht erhalten. Die natürliche Luftzufuhr durch Wind spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Gerade wenn Sie Kräuter in Hochbeete setzen möchten, die viel Sonnenlicht benötigen, ist die richtige Platzierung das A und O.

Ist der Standort einmal festgelegt, beginnen Sie nun mit dem eigentlichen Bau. Begonnen wird mit dem Ausstechen der Fläche, die das spätere Hochbeet haben soll. Für die Mauern wird ein 60 Zentimeter tiefer Graben ausgehoben, der mit Schotter aufgefüllt und verdichtet wird. Darüber füllen Sie eine 10 Zentimeter dicke Schicht Sand, die ebenfalls verdichtet wird. Das alles dient dazu, damit der Boden später nicht absackt und die Mauer instabil wird.

Image description not available

Aufbau der Mauer.

Nach Herstellung des Fundaments wird die Wandkante mit Markierungen in Form von Dübeln und Hilfslinien angehoben. Legen Sie nun die erste Reihe Natursteine auf und bearbeiten Sie diese mit einem Gummihammer und einer Wasserwaage, bis sie gerade sind.

Die zweite Reihe wird nun versetzt über die erste Reihe gelegt. So vermeiden Sie Kreuzfugen und die Stabilität der Mauer ist gewährleistet. Einige Steine müssen möglicherweise mit einer geeigneten Säge oder einer Flex mit dementsprechender Scheibe zurechtgeschnitten werden. Der versetzte Aufbau zieht sich von Reihe zu Reihe fort.

Kontrollieren Sie immer mit der Wasserwaage, ob die Reihen eben sind. Um die einzelnen Reihen miteinander zu verbinden, wird immer eine Schicht Beton dazwischen aufgetragen.

Image description not available

Innenausbau.

Im nächsten Schritt wird das Hochbeet von innen mit einer Folie ausgekleidet, um die Steine zu schützen. Eine handelsgebührliche Noppen- oder Teichfolie reicht dabei aus.

Achten Sie beim Befüllen des Beetes darauf, dass die Folie weder verrutscht noch Risse bekommt. Am besten legen Sie zuerst den Boden mit der Folie aus und beschweren diese nach und nach an den Ecken. Achten Sie darauf, dass am Boden auch die Ecken ausreichend mit Folie ausgelegt sind, sodass es zu keinen Spannungen kommt.

Image description not available

Fertigstellung.

Steht das Hochbeet, kann nun die Erde eingefüllt werden. Welche Erde Sie verwenden, hängt vom Anbau der späteren Pflanzen ab. Denn jedes Gemüse hat seine individuellen Ansprüche an einen Boden. Am besten nutzen Sie in den oberen Abschnitten der Natursteinmauer eine speziell für Gemüse geeignete Pflanzenerde.

Achten Sie beim Befüllen des Hochbeets darauf, dass die lockere Erde nach einiger Zeit etwas absacken wird, sobald sie sich nach unten hin verdichtet. Deswegen noch etwas Erde bereithalten, damit man nachfüllen kann. Sind ein paar Regenwürmer mit ins Beet gekommen? Das wäre schön! Sie lockern den Boden auf und tragen zu einem gesunden Boden bei.

Tipp’s in eigener Sache.

Wenn Sie im zeitigen Frühjahr mit der Gartenarbeit beginnen, sollten Sie sich auf kalte Nächte einstellen, die den Pflanzen schaden können. Aus Holzpflöcken und durchsichtiger Folie können Sie eine Abdeckung basteln, die das Hochbeet warmhält.

Alternativen: Pflastersteine und Palisaden.

Pflastersteine können auch für kleinere Hochbeete verwendet werden. Das ist gerade ein Vorteil für Menschen, die nur einen kleinen Garten zur Verfügung haben. Palisaden sind schmale, aber auch sehr stabile Natursteine. Auch wenn das Setzen der Palisaden mit mehr Aufwand verbunden ist, brauchen Sie hier (im Gegensatz zu den Pflastersteinen oder Mauersteine) nicht mehrere Schichten übereinandersetzen. Die Höhe der Palisade gibt die Höhe des Hochbeetes vor.

Hilfreiche Tipps.

  • Wenn Sie im zeitigen Frühjahr mit der Gartenarbeit beginnen, sollten Sie sich auf kalte Nächte einstellen, die den Pflanzen schaden können. Aus Holzpflöcken und durchsichtiger Folie können Sie eine Abdeckung basteln, die das Hochbeet warmhält.
  • Über ein Schlauchsystem, das Sie im Hochbeet oberflächlich verlegen, erleichtern Sie sich die Bewässerung in trockenen Perioden.
  • Wenn Sie Ihrer Kreativität etwas freien Lauf geben möchten, können Sie beim Aufbau des Hochbeetes aus einem Teil der Mauer auch eine Abstellfläche oder sogar eine Sitzgelegenheit bauen.
  • Trockenmauern sind bei Insekten besonders beliebt. Sie finden zwischen den Steinen neuen Lebensraum.